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Warum sich jetzt alle auf schlechten Fußball freuen

Bundesliga: Jackson Irvine vom FC St. Pauli kniet auf dem Rasen
Der FC St. Pauli mit Kapitän Jackson Irvine kämpft um den Klassenerhalt in der Bundesliga
© Imago Images

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Der 34. Spieltag in der Bundesliga garantiert einen Krimi im Tabellenkeller – immerhin dort. Und: Hinter den Kulissen von Deutschlands größter Hochschule. Die Lage am Morgen.

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die Meisterschaft ist vor dem morgigen Bundesliga-Finale längst entschieden. Schon am 30. Spieltag, vor vier Wochen, sicherte sich der FC Bayern zum 34. Mal die Schale. Spannend wird es dagegen im Kampf gegen den Abstieg. Da geht es am Samstag für gleich drei Teams um alles.

Der VfL Wolfsburg, der 1. FC Heidenheim und der FC St. Pauli stehen mit jeweils 26 Punkten auf den letzten drei Plätzen der Tabelle. Wolfsburg käme Stand jetzt dank der besseren Tordifferenz in die Relegation, die beiden anderen Klubs wären direkt in die 2. Liga abgestiegen. Und als wäre diese Konstellation nicht schon spannend genug, treffen am letzten Spieltag auch noch Wolfsburg und St. Pauli zum großen Abstiegsduell aufeinander. Heidenheim spielt zu Hause gegen Mainz 05.

Abstiegskampf hält die Bundesliga spannend

Man kann es als kleine Ironie des Schicksals sehen, dass ganz Fußball-Deutschland am Samstag auf diese drei Vereine schaut. Denn eigentlich – und da würden wohl weder Fans noch Spieler oder Trainer widersprechen – haben diese Mannschaften in dieser Saison ziemlich miesen Fußball gespielt. Die Zahlen sprechen da eine deutliche Sprache.

Wolfsburg hat in der Saison zweimal den Trainer gewechselt und phasenweise gespielt wie ein Absteiger. Besonders schlimm war der Auftritt beim 0:4 in Stuttgart vor zweieinhalb Monaten. Heidenheim spielte im vergangenen Jahr als Aufsteiger über seinen Möglichkeiten, schaffte es sogar in den Europacup, verkraftete aber die Dreifachbelastung und den Abgang von Leistungsträgern nicht. Nicht mal Trainer Frank Schmidt glaubte noch so recht an die Rettung, doch im Bundesliga-Schlussspurt hat sich sein Team noch einmal rangerobbt an die Konkurrenz. Der FC St. Pauli hat mit Abstand die wenigsten Tore aller Bundesligisten geschossen – und da man ohne Tore keine Spiele gewinnt, liegt der letzte Sieg schon fast drei Monate zurück.

Nein, diesen Teams zuzuschauen, war in dieser Saison meistens kein Vergnügen. Und auch am letzten Spieltag darf man keinen Leckerbissen erwarten. Dafür: Leidenschaft, Kampf und ein Saisonfinale im Abstiegskampf, wie es spannender kaum sein könnte. Ja, es hat Spaß gemacht, die Bayern tricksen, Tore schießen und (meistens) gewinnen zu sehen. Wolfsburg, Heidenheim und St. Pauli liefern kein Spektakel – aber am Samstag werden sie genau das bieten, was sich viele Fans so sehr auch vom Kampf um die Meisterschaft wünschen.

Was ist das Studium an Deutschlands größter Hochschule wert?

Die „Internationale Universität“, kurz IU, ist die größte Hochschule in Deutschland. 125.000 Studierende sind eingeschrieben, man kann dort fast alles studieren. Die meisten Fächer werden online angeboten.

Aber ist die Privathochschule tatsächlich so gut wie eine normale Universität? Immer wieder gibt es Kritik an dem Modell, wird die Qualität der Ausbildung in Zweifel gezogen. Eine ehemalige Dozentin gibt einen Blick hinter die Kulissen der IU.

5-Minuten-Talk: Tauziehen um den Acht-Stunden-Tag

Seit 1918 gibt es den Acht-Stunden-Tag in Deutschland – doch der soll bald Geschichte sein. So steht es im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Schwarz-Rot möchte stattdessen eine Wochenarbeitszeit einführen.

Der Weg dorthin ist allerdings alles andere als einfach: Die Gewerkschaften laufen Sturm gegen die geplante Flexibilisierung der Arbeitszeit. Und ausgerechnet SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas muss sie umsetzen – obwohl sie selbst wenig begeistert davon ist. Das gibt Ärger.

Weitere Schlagzeilen im Überblick

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  • US-Präsident Donald Trump beendet seinen Besuch in China
  • Läufer Arda Saatçi kehrt nach seinem 600-Kilometer-Lauf in Kalifornien nach Berlin zurück
  • Friedrich Merz spricht auf dem deutschen Katholikentag in Würzburg mit jungen Menschen

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Eugen Epp

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